Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz: Strategische Ansätze für HR und Führungskräfte
Das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) hat anlässlich des Tags der Mentalen Gesundheit neue Handlungsempfehlungen und praxiserprobte BGF-Maßnahmen vorgestellt, die auf eine gezielte…

Das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) hat anlässlich des Tags der Mentalen Gesundheit neue Handlungsempfehlungen und praxiserprobte BGF-Maßnahmen vorgestellt, die auf eine gezielte Stärkung der psychischen Gesundheit von Beschäftigten abzielen. Parallel positionieren sich weitere BGM-Akteure – darunter der Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM) und Gesundheitsförderung Schweiz – mit Tagungen und Fachforen rund um Wirksamkeit, psychologische Sicherheit und gesunde Führung. Für HR und Geschäftsführung verschiebt sich die Frage weg von der reinen Angebotsauswahl hin zu messbarer Wirkung und Skalierbarkeit.
Konkrete Programmpunkte für Entscheider
Der BBGM hat sein Fachprogramm für die ZP Europe 2026 in Köln veröffentlicht. Vom 15. bis 17. September 2026 greift das BBGM-Forum dort unter anderem folgende Themen auf:
- Wirksamkeit von BGF-Maßnahmen und deren Evaluation
- Mentale Gesundheit und psychologische Sicherheit im Team
- Gesunde Führung und Fehlzeitenmanagement
- Auswahl passender Gesundheitsdienstleister
- Verknüpfung von BGM mit Personal- und Organisationsentwicklung
In der Schweiz weitet Gesundheitsförderung Schweiz gemeinsam mit Suva und SECO die nationale BGM-Tagung in Bern aus – über 1.200 Teilnehmende werden erwartet. Schwerpunkt der Veranstaltung sind Faktoren gesunder Zusammenarbeit und Unternehmenskultur, also genau jene Hebel, an denen viele Programme in der Praxis bislang scheitern.
Was die neuen Strategien bislang offenlassen
Aus der ad-hoc-news.de-Berichterstattung geht hervor, dass sich Präventionsstrategien gegen wachsende Gesundheitsbelastungen zunehmend in vier Handlungsfeldern verdichten. Konkrete Inhalte zur Ausgestaltung dieser Felder liegen bislang nur als Überschrift vor – die Veröffentlichung verdient Aufmerksamkeit, sobald belastbare Details verfügbar sind.
Kosten-Nutzen-Fazit für Entscheider
Wer jetzt Budgets für das kommende Jahr plant, sollte jeden Anbieter an drei harten Kriterien messen:
- Integration: Passt die Maßnahme in bestehende Prozesse wie Onboarding, Führungskräftefeedback oder Betriebliches Eingliederungsmanagement – oder erzeugt sie teure Parallelstrukturen, die später niemand pflegt?
- Wirksamkeitsnachweis: Liegen belastbare Daten zu Krankenstandsentwicklung, Fehlzeitenreduktion oder Mitarbeiterbindung vor – oder werden nur Zufriedenheitswerte kurz nach der Maßnahme erhoben?
- Skalierbarkeit: Ist die Lösung über Standorte und Hierarchieebenen tragfähig, ohne dass der Stundensatz pro Mitarbeiter explodiert?
Das Angebot an betrieblichen Wellness-Dienstleistungen wächst – die Validierung der Wirksamkeit hinkt hinterher. Tagungen wie die ZP Europe oder die Schweizer BGM-Tagung sind die richtigen Orte, um Anbieter mit transparenter Wirkungsmessung von reinen Marketingversprechen zu trennen. Wer hier konsequent filtert, schützt nicht nur das Budget, sondern auch die Glaubwürdigkeit des eigenen BGM gegenüber Vorstand und Betriebsrat.