Dein Weg zu innerer Balance.
ashe-massagen.

Steuerliche Anreize für betriebliche Gesundheitsförderung und Ergonomie

Nach einem Bericht der malaysischen Nachrichtenagentur Bernama fordert die „Alliance for a Safe Community" gezielte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für Arbeitgeber, die in ergonomische…

Kilian Dornbusch, BGM-Berater und Experte für betriebliche Prävention · aktualisiert 13. September 2026

Steuerliche Anreize für betriebliche Gesundheitsförderung und Ergonomie

Steuerliche Hebel für Prävention: Was die Forderung für BGM-Verantwortliche bedeutet

Nach einem Bericht der malaysischen Nachrichtenagentur Bernama fordert die „Alliance for a Safe Community" gezielte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für Arbeitgeber, die in ergonomische Arbeitsplatzsysteme, Ruheräume und Burnout-Präventionsprogramme investieren. Gesundheitsschutz und mentale Resilienz sollen als zentrale Produktivitätspfeiler verankert werden – eine Position, die die Debatte um den ROI betrieblicher Prävention unmittelbar auf die politische Agenda hebt.

Drei Investitionsfelder im Fokus

Die Initiative benennt konkrete Hebel, die in jeder BGM-Strategie eine Rolle spielen:

Die steuerliche Abschreibung soll Investitionen kalkulierbar machen, die in vielen Bilanzen bislang als „weiche" Kosten ohne klare Aktivierung erscheinen. Die Stoßrichtung deckt sich mit Berichten wie dem von kleinezeitung.at über einen Klagenfurter, der nach eigenem Burnout Firmen bei Gesundheitsfragen unterstützt – ein Indikator für die wachsende Marktnachfrage nach externer Präventionsberatung.

Compliance-Druck aus dem Ausland

Parallel verschärft sich die regulatorische Seite: Wie der juristische Fachdienst Carey Olsen berichtet, hat die Health and Safety Executive in Guernsey eine Initiative gestartet, um Gefährdungsbeurteilungen und Präventionsmaßnahmen bei arbeitsbedingtem Stress systematisch zu prüfen. Damit rücken psychische Belastungen und Burnout-Prävention verbindlich auf die Compliance-Agenda der Führungsebene. Für deutsche Personalverantwortliche ist dieser Trend relevant, sobald Konzernstrukturen oder internationale Standorte betroffen sind.

Prüfliste für HR und BGM

Die Forderung ist bislang politisch, kein Gesetz. Drei Punkte stehen dennoch auf der Agenda:

  • Steuerliche Behandlung: Lassen sich aktuelle Investitionen in Ergonomie und Prävention sauber als Betriebsausgaben oder Abschreibungsobjekte abbilden?
  • Wirkungsmessung: Welche Kennzahlen zu Krankenstand, Fehlzeiten und Fluktuation liegen vor, um den konkreten ROI belegen zu können?
  • Strukturelle Verankerung: Sind Ruheräume und Präventionsangebote Teil der HR-Architektur oder temporäre Projekte?

Wer die ökonomische Substanz seiner Präventionsarbeit bereits heute sauber dokumentiert, ist sowohl auf eine mögliche steuerliche Begünstigung als auch auf verschärfte Kontrollen vorbereitet. Die Richtung, in die Fiskalpolitik und Aufsichtsbehörden denken, lässt sich an diesem Vorhaben ablesen.