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Betriebliche Gesundheitsförderung: Wie das Klinikum Waidhofen/Ybbs den Arbeitsalltag entlastet

Nach Angaben von MeinBezirk.at bietet das Landesklinikum Waidhofen/Ybbs in den Sommermonaten ein kompaktes Programm zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) an.

Kilian Dornbusch, BGM-Berater und Experte für betriebliche Prävention · aktualisiert 13. August 2026

Betriebliche Gesundheitsförderung: Wie das Klinikum Waidhofen/Ybbs den Arbeitsalltag entlastet

Waidhofen/Ybbs: Kurz, knackig, gesund – So bleiben Waidhofner Klinikum-Mitarbeiter fit im Job

Jeweils dienstags und donnerstags – in den Zeitfenstern 06:45 bis 07:00 Uhr und 13:45 bis 14:00 Uhr – finden kurze Einheiten für die Belegschaft statt. Ziel ist eine unkomplizierte Integration in den Arbeitsalltag, wie die NÖN.at berichtet.

Aufbau und Angebot

Das Programm folgt dem Motto „gemeinsam. bewegen. genießen." und wechselt zwischen vier Formaten: Yoga, Qigong, Atempausen und Bewegungspausen. Die Umsetzung verantwortet laut MeinBezirk.at das hauseigene BGF-Team – Physiotherapeutin Brigitte Fuchsluger, MSc, Klinische Psychologin Mag. Sarah Harm und Diätologin Doris Erbschwendtner-Hürner. Die Einheiten werden ausschließlich von internen Fachkräften geleitet: Yoga von Physiotherapeutin Daniela Grill, BSc; Bewegungspausen von Fuchsluger, Eva Maria Fluch und Carina Ehrengruber; Qigong von Sophia Kortschak; Atempausen von Sarah Harm. Ergänzend stellt die Diätologin an ausgewählten Terminen Getränke zur Hydration bereit.

Messbarkeit als Schwachstelle

Die Zeitfenster sind bewusst kurz gehalten. 15 Minuten vor Schichtbeginn beziehungsweise am Nachmittag senken die Teilnahmeschwelle und lassen sich mit Schichtplänen vereinbaren – ein klarer Skalierungsvorteil gegenüber klassischen 60-Minuten-Workshops. Die kaufmännische Direktorin Jacqueline Kreismayr, MBA MA, formuliert laut MeinBezirk.at den strategischen Rahmen: „Gesund und motivierte Mitarbeitende sind eine wichtige Grundlage für eine qualitativ hochwertige Patientinnen- und Patientenversorgung." Damit positioniert das Klinikum BGF nicht als Sozialleistung, sondern als Versorgungsfaktor.

Was in der Berichterstattung fehlt, ist die betriebswirtschaftliche Übersetzung: Teilnahmequoten, Krankenstandsverlauf im Aktionszeitraum und Fluktuationskennzahlen im Vorjahresvergleich. Ohne diese Zahlen bleibt das Programm ein Wohlfühl-Angebot – nicht aber ein dokumentierter Return on Investment.

Was HR-Verantwortliche prüfen sollten

Das Waidhofner Modell nutzt vollständig interne Expertinnen und eigene Räume. Dieser Kostenrahmen ist nicht ohne Weiteres auf andere Branchen übertragbar. Wer nachziehen will, sollte vorab klären: Welche externen Anbieter werden benötigt? Welche mobilen Formate – etwa Massage am Arbeitsplatz – erhöhen Reichweite und Auslastung? Und wie wird die Wirkung anhand weniger, aber harter Kennzahlen evaluiert? Drei bis fünf dokumentierte Variablen genügen, um ein BGF-Budget gegenüber Geschäftsführung und Controlling zu legitimieren.