Dein Weg zu innerer Balance.
ashe-massagen.

viality Health: Mit VR-Technologie die betriebliche Gesundheitsförderung flexibilisieren

Der Dortmunder XR-Spezialist viality AG bündelt seine Anwendungen für virtuelle und gemischte Realität im betrieblichen Gesundheitsmanagement unter der neuen Marke viality Health.

Kilian Dornbusch, BGM-Berater und Experte für betriebliche Prävention · aktualisiert 16. August 2026

viality Health: Mit VR-Technologie die betriebliche Gesundheitsförderung flexibilisieren

Acht Module — vier aktivierende, vier entspannende — sind auf kurze, spontane Einheiten im Arbeitsalltag ausgelegt. Im Kern steht eine betriebswirtschaftlich relevante Frage: Senkt das Konzept die Hürde, bestehende Gesundheitsangebote tatsächlich zu nutzen?

Konzept: weniger Logistik, mehr Nutzung

Viele BGM-Programme scheitern laut viality nicht an Inhalten oder Budget, sondern an der Teilnahmelogik: feste Kurszeiten, Anmeldung, Wege zum Anbieter, Terminabsprachen mit Vorgesetzten. In der Praxis führt das zu niedrigen Quoten — investiertes Geld, das auf der Strecke bleibt. viality Health will diese Reibung reduzieren, indem die Anwendung ohne Einweisung, ohne Termin und ohne Anmeldung genutzt werden kann: VR-Brille aufsetzen, Modul auswählen, wenige Minuten zwischen zwei Meetings oder in der Pause. Die Modulbibliothek soll wachsen — von entspannenden Naturumgebungen bis zu aktivierenden Kurzübungen.

Studienlage nüchtern betrachtet

Eine 2026 im „Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie" veröffentlichte Übersichtsarbeit hat 21 Studien zu immersiven VR-Technologien in der betrieblichen psychischen Gesundheitsförderung ausgewertet. Untersuchte Anwendungen: Naturumgebungen, Achtsamkeits- und Meditationsformate, Atem- und Biofeedback-Tools. Die Ergebnisse zeigen überwiegend positive Effekte auf das subjektive Stresserleben. Die Autorinnen und Autoren formulieren jedoch weiteren Forschungsbedarf — insbesondere zur Langzeitwirkung und zur tatsächlichen Umsetzung im Betrieb.

Für HR und Geschäftsleitung heißt das: Die Wirkrichtung ist plausibel, ein harter Nachweis zu Krankenstand, Produktivität oder ROI steht aus. Wer VR als BGM-Baustein einführt, sollte den Pilotbetrieb mit klaren Kennzahlen unterfüttern.

Was Entscheider vorab prüfen sollten

  • Hardware und Logistik: Anschaffung, Wartung, Mehrfachnutzung der Brillen pro Abteilung, Hygiene- und Aufladekonzepte.
  • Inhaltspflege: Wie oft wird die Modulbibliothek aktualisiert? Wer kuratiert fachlich — und wer prüft arbeitsmedizinisch?
  • Kennzahlen: Nutzungsfrequenz, Stress-Selbstauskunft, idealerweise Krankenstandsquoten und AU-Tage vor und nach Pilot.
  • Datenschutz und IT: Welche Daten erhebt die Anwendung? Wo werden sie gespeichert? Wer hat Zugriff?
  • Interne Abstimmung: Rücksprache mit Betriebsarzt, Personalrat und Arbeitssicherheit vor dem Roll-out.

viality bringt industrielle XR-Erfahrung aus Training und Simulation mit. Das ist ein Kompetenzsignal — aber kein Ersatz für eigene Evaluation. Wer viality Health testet, sollte den Versuch auf zwölf Wochen anlegen, mit definierter Vergleichsgruppe und vorab festgelegten Endpunkten. Dann lässt sich der Mehrwert gegenüber klassischen Kursangeboten empirisch prüfen, statt ihn nur zu vermuten.