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Betriebliches Gesundheitsmanagement: Call for Speakers für die Wellness Workdays 2027 gestartet

Wellness Workdays, ein US-amerikanischer Anbieter evidenzbasierter betrieblicher Gesundheitsprogramme, hat den Call for Speakers für seine 14. Jahreskonferenz „Emerging Trends in Workplace Wellness" eröffnet. Die virtuelle Veranstaltung ist für den 8.

Kilian Dornbusch, BGM-Berater und Experte für betriebliche Prävention · aktualisiert 17. September 2026

Betriebliches Gesundheitsmanagement: Call for Speakers für die Wellness Workdays 2027 gestartet

April 2027 angesetzt, Einreichungen werden bis zum 16. Oktober 2026 entgegengenommen. Für die deutschsprachige BGM-Landschaft ist der Vorgang vor allem ein Indikator: Der Markt für Corporate Wellness professionalisiert sich weiter, die Diskussion verlagert sich von Wellness-Benefits hin zu messbaren Ergebnissen.

Themenfokus und Auswahlprozess

Das Programm deckt nach Angaben von Wellness Workdays ein breites Spektrum ab: Programmdesign und Evaluation, Population Health Management, Health Claims Analytics, Methoden der Verhaltensänderung, Teilnahmestrategien, ergebnisorientierte Programme, Employee Engagement, Produktivität sowie Präsentismus- und Absentismus-Management. Damit positioniert sich die Veranstaltung klar im Segment messbarer BGM-Interventionen – weniger Achtsamkeits-Rhetorik, mehr Kennzahlen.

CEO Debra Wein formuliert die Erwartung an Bewerber direkt: Man suche Stimmen, die konventionelles Denken herausfordern und den Teilnehmern umsetzbare Ideen liefern. Die Auswahl der Speaker soll im Dezember 2026 abgeschlossen werden.

Marktkontext und Speaker-Prominenz

Die Speaker-Liste der vergangenen Jahre liest sich wie ein Querschnitt des US-Corporate-Wellness-Establishments: Harvard University, Turner Construction, Cigna, Blue Cross Blue Shield, Optum, Cornell University, New Balance, Wyndham Worldwide, Denver Broncos, Shawmut Design & Construction sowie Skanska USA Building. Wellness Workdays ist als Certified Woman-Owned Business Enterprise klassifiziert und betreut eigenen Angaben zufolge Organisationen aus Hochrisikobranchen wie Bau und Fertigung ebenso wie aus Bildungs-, Finanz- und Pharmasektor.

Parallel berichten andere Quellen von einer anhaltenden Marktexpansion: openPR.com zufolge soll der US-Markt für Workplace Wellness bis 2031 ein Volumen von 18,28 Milliarden US-Dollar erreichen. Diese Zahl ist als externe Branchenprognose zu lesen, nicht als eigener Datenpunkt.

Was Entscheider mitnehmen

Für HR-Verantwortliche und Geschäftsführer, die ihre eigene Wellness-Strategie überprüfen, liefert der Call for Speakers zwei praktische Hinweise:

  • Der Benchmark für professionelles BGM verschiebt sich weiter in Richtung datengestützter Programme mit definierten Endpunkten. Angebote ohne Ergebnismessung geraten zunehmend in eine Rechtfertigungslage gegenüber Controlling und Vorstand.
  • Die Themenliste der Konferenz ist ein niedrigschwelliger Marktscan: Wer sie studiert, erkennt, welche Methoden aktuell als skalierbar gelten.

Wer den ROI externer Wellness-Dienstleistungen prüft, sollte die kommenden Monate nutzen, um eigene Krankenstands-, Präsentismus- und Produktivitätsdaten als Vergleichsmaßstab aufzubereiten – bevor ein neues Programm an ihnen gemessen wird.