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Wellness am Arbeitsplatz: Strategien für mentale und körperliche Gesundheit

Wie Business First Online berichtet, lädt das Jennymount Business Park in Nord-Belfast am Donnerstag, 20.

Kilian Dornbusch, BGM-Berater und Experte für betriebliche Prävention · aktualisiert 11. August 2026

Wellness am Arbeitsplatz: Strategien für mentale und körperliche Gesundheit

August (10 bis 12 Uhr), zu einem Networking-Format, das betriebliche Vorsorge konkret machen will. Unter dem Titel "Wellness At Work: Tips & Strategies For Mental, Emotional, Physical and Creative Health" richtet sich die Veranstaltung an Unternehmer, Freelancer und Angestellte; moderiert wird sie von Tina Calder (Entrepreneurs Unleashed). Drei Vortragende bündeln Stresserkennung, Führungskräfte-Psychologie und körperliche Früherkennung. Für alle, die BGM auf Skalierbarkeit und ROI prüfen, sind die Module aufschlussreicher als der Veranstaltungstitel.

Module im betriebswirtschaftlichen Kontext

Maria Dowds, Deputy Training Manager bei Staff Training, leitet den interaktiven Teil: Erkennen und Managen von Stress, Resilienzaufbau, eine Atem- oder Erdungstechnik für den Arbeitsalltag. Optional werden Blutdruckmessungen angeboten – ein einfaches, aber wirksames Screening, das zeigt, wie sich chronischer Druck physisch manifestiert. Vorgestellt werden zudem die "ad hoc Health & Wellbeing Clinics" von Staff Training, also buchbare Pakete aus Gesundheitscheck, Beratung und Praxis-Tipps für Organisationen.

Die eigentliche Stellschraube: die Geschäftsleitung

Psychotherapeut Sam Barr (Hope Mental Wellbeing) adressiert, warum gerade Unternehmer und Führungskräfte Unterstützung schwer annehmen – und wie sich hinderliche Denkmuster auflösen lassen. Genau hier liegt aus BGM-Sicht der entscheidende Hebel: Solange Leitungsebenen Stress nicht als betriebswirtschaftliches Risiko begreifen, bleiben Präventionsmaßnahmen punktuelle Aktionen. Nicole Doherty, Property Managerin beim Eigentümer Stanvale, bringt es nüchtern auf den Punkt: Wer Kunden, Personal und Tagesgeschäft priorisiere, komme selten dazu, die eigene Gesundheit mit derselben Konsequenz zu führen wie das Kerngeschäft.

Was zu prüfen bleibt

Das Format bündelt klassische BGM-Bausteine – Screening, Kurzintervention, Awareness – und verspricht niedrigschwellige Zugänge. Skalierbar wird ein solches Modell erst, wenn es in regelmäßige Strukturen eingebettet ist: quartalsweise Checks, dokumentierte Resilienztrainings, klare Eskalationspfade bei Überlastung. Für HR-Verantwortliche lohnt der Vergleich, welche Anbieter im eigenen Umfeld vergleichbare Module liefern – und welchen messbaren Beitrag sie zur Reduktion von Stressoren, Krankenstand und Fluktuation tatsächlich leisten.