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Warum Hospitality-Manager bei der betrieblichen Gesundheitsförderung oft sich selbst vergessen

Wie Hospitality Net berichtet, lastet die Verantwortung für Workplace Wellbeing stark auf den Schultern der Branchenmanager – mit spürbaren Folgen für ihre eigene psychische Gesundheit.

Kilian Dornbusch, BGM-Berater und Experte für betriebliche Prävention · aktualisiert 07. September 2026

Warum Hospitality-Manager bei der betrieblichen Gesundheitsförderung oft sich selbst vergessen

Wer das Wohlbefinden seiner Gäste und Mitarbeiter managt, vergessen dabei oft sich selbst. Wie Hospitality Net berichtet, lastet die Verantwortung für Workplace Wellbeing stark auf den Schultern der Branchenmanager – mit spürbaren Folgen für ihre eigene psychische Gesundheit. Für Unternehmen bedeutet das: Präventionsangebote müssen auch die Führungsebene erreichen.

Druck von zwei Seiten

Die Gastgewerbe- und Wellness-Branche lebt vom Service und Wohlbefinden anderer. Gleichzeitig stehen Manager unter immensem operativem Druck. Sie sollen Stressoren für ihr Team reduzieren und eine gesunde Arbeitsumgebung schaffen. Diese Doppelbelastung – Fürsorge für andere plus eigener Leistungsdruck – führt laut der Meldung dazu, dass die psychische Gesundheit der Verantwortlichen selbst auf der Strecke bleibt. Die konkreten Auswirkungen auf Krankenstand und Fluktuation in der Managementebene bleiben in der Meldung zwar ohne Zahlen, doch das Muster ist klar: Ein System, das seine Entlastungsventile nicht stärkt, riskiert Überlastung auf allen Ebenen.

Neue Ansprüche treffen altes System

Ein Blick auf die Belegschaft unterstreicht den Handlungsdruck. Wie hrnews.co.uk zusammenfasst, definiert die Generation Z Work-Life-Balance und mentale Gesundheit neu – nicht als optionalen Benefit, sondern als unabdingbare Voraussetzung für eine Zusammenarbeit. Sie erwartet von Unternehmen eine aktive Unterstützung und klare Grenzen. Wenn jedoch bereits die Manager, die diese Kultur vorleben sollen, ausbrennen, fehlt es an Glaubwürdigkeit und Struktur. Smarte Arbeitgeber, so der Tenor des Berichts, investieren deshalb in flexible Arbeitsmodelle und gesundheitsförderliche Systeme, da sich dies positiv auf Produktivität und Bindung auswirkt. Ein nachhaltiges Modell muss therefore beide Ebenen adressieren: die Bedürfnisse der jungen Belegschaft und die Resilienz der Führungskräfte.

Skalierbare Lösungen statt Gelegenheitsmaßnahmen

Für Entscheider im HR und Geschäftsführung stellt sich die Frage nach der Skalierbarkeit. Einmalige Wellness-Events oder sporadische Angebote greifen zu kurz. Was notwendig ist, sind integrierte, niedrigschwellige Präventionsmaßnahmen, die nachhaltig und für alle Hierarchieebenen zugänglich sind. Konzepte wie regelmäßige, betrieblich organisierte Entspannungsangebote oder Coaching-Pools können ein erster Schritt sein. Der Return on Investment zeigt sich in geringerem Krankenstand, gesteigerter Produktivität und einer Employer Brand, die den neuen Erwartungen gerecht wird. Die aktuelle Situation im Gastgewerbe ist ein deutliches Signal: Workplace-Wellbeing-Konzepte sind nur dann effektiv, wenn sie diejenigen nicht vergessen, die sie umsetzen sollen.